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Diplom Sommelier Norbert Kommik

Dieses Mal erzählt uns Diplom Sommelier Norbert Kommik über sein Berufsleben

Diplom Sommelier Norbert Kommik

 

Zur Person:

Geboren am 03.04.1986 in Hallein/ Bad Dürrnberg. Sehr wichtig für mich war meine Lehrzeit als Koch/ Restaurantfachman im Hotel Hubertushof in Neu Anif. Ich bin seit 2012 Dipl. Sommelier und bin jede Sekunde froh darüber.  Mein Werdegang durch die verschiendensten Hotels wie z.B. das Hotel Schloss Fuschl (wo ich Dank Herrn Andreas Jechsmayr zum Wein gekommen bin) und sieben Wintersaisonen im Hotel Zürserhof (vom Commis de Rang bis zum Oberkellner). Auch ein wunderschönen Sommer an der Algarve/ Portugal (unter der Leitung von Dieter Koschina) war dabei und bis heute bin ich in Raffl's St. Antonerhof und Tyrol Hotel, wo ich die Chance bekam, mich als Sommelier und F&B Manager weiterzubilden.

 

Was ist  Deiner Meinung nach die wichtigste Voraussetzung für den Beruf des Sommeliers?

Das Wichtigste ist immer am Ball zu bleiben z.B. durch Verkostungen, Schulungen und Events wie Staatsmeisterschaften. Solche Competitions helfen immer wieder sich in die Materie Wein richtig einzuarbeiten. Natürlich sehr wichtig sind auch Treffen mit weinbegeisterten Kollegen und Freunden. Und mitarbeiten bei der Weinlese und im Keller. Damit man auch weiß, wieviel Arbeit beim Weinmachen dahintersteckt. Erst vor zwei Wochen war ich im Weingut Markus Altenburger bei der Weinlese dabei.

Gibts neue Tends  in der Sommelierwelt?

Im Moment dreht sich um alles um die Farbe Orange. Beim Salzburger Sommelier Stammtisch haben wir Orangewein unter die Lupe genommen. Die Meinungen dazu waren sehr unterschiedlich. Ich persönlich kann mich noch nicht ganz anfreunden damit und bleibe weiterhin ein Fan der "klassischen  Farben.

Sind Deine Gäste  offen für neue Stilrichtungen oder bevorzugen Sie eher die Klassiker?

Das hält sich die Waage, kommt auch ganz darauf an was man in seiner Weinkarte zu bieten hat. Bei uns in Raffl's St. Antonerhof ist es mit über 1000 Positionen natürlich einfach auch neue Weine vorzustellen. 

Was ist Deiner Meinung nach wichtig, um immer up to date beim Wein zu sein?

An Weinpräsentationen teilzunehmen, Selbststudium, mit Freunden immer wieder neue Weine verkosten. Gerade in der Weinwelt ist es schwierig immer am neuesten Stand zu bleiben, weil sich immer was Neues tut – neuer Jahrgang, neue Trends, Weine aus emporkommenden Regionen usw. usw. Mein Freund und Lehrmeister Johnannes Einzenberger hilft mir auch am Ball zu bleiben.

Bekanntlich lernt man ja nie aus, gerade beim Wein. Wie oft gehst Du zu Verkostungen?

Wir haben letztes Jahr den Salzburger Sommelier Stammtisch gegründet und treffen uns einmal im Monat um ein spezielles Weinthema zu besprechen und zu verkosten wie z.B. Blaufränkisch, Lambrusco, Orange Wine, Weine zum Grillen. Während der Wintersaison ist es natürlich schwierig an solchen Verkostungen teilzunehmen, das hole ich dann alles im Sommer nach.

Was war Deine genialste Speisen /Wein Kombination?

Eigentlich bin ich ja kein Süsser, aber ein Mohr im Hemd mit einem 64er Vintage Port hat mich umgehauen.

Welches Wein Land/Region ist Deine Lieblingsweinreise Destination?

Portugal hat mich landschaftlich und weintechnisch sowas von begeistert! Angefangen mit dem Norden und Vinho Verde, bis zu den Weinen von Quinta do Crasto und Esporao... Nicht zu vergessen die Bandbreite des Ports.

Mit welchem Wein lässt Du einen anstrengenden Arbeitstag ausklingen?

Nach der Arbeit trink ich gerne ein Seiderl gegen den Durst, und danach kann man über ein  gutes Glaserl nachdenken im Moment ist mein Favorit ein Riesling vom Johann Donabaum.